Claudi 666 Teil 5
Teil
5 Hail
Satanas Abraxas !
Meine
neue Freundin, die Melitta und ich, wir haben endlich unsere eigene Sekte gegründet!
Die Sekte heißt jetzt wirklich ‚Children of Satan’ und wir haben jeden Tag
nach der Schule ein geheimes
Treffen im Park. Dort rauchen wir dann immer und zünden
Kerzen an und sagen selbst erfundene
Beschwörungsformeln auf. Die Melitta
schreibt auch Gedichte. Heute hat sie mir eines vorgelesen.
Es heißt ‚Tod’
und geht so:Tod
Ich warte auf den Tod Der
Tod kommt in der Nacht
Wenn alles dunkel ist. Nur
ich bin wach.
Ich
finde das Gedicht schön.
Die Melitta sagt, ich kann so was bestimmt auch und
sollte das versuchen.
Heute habe ich die Melitta meiner Mama vorgestellt. Die Mama sagt, dass ich
bestimmt einen schlechten Einfluss auf die Melitta habe und dass sie mit den
Eltern von der Melitta reden wird. Aber das hat sie dann doch nicht getan.
Am Samstag sind wir zwei fortgegangen. Wir sind in das Lokal gegangen, wo die
ganzen Satanisten sind. Die Satanisten kennen mich jetzt schon.
Sie wissen sogar
schon meinen Namen und freuen sich, wenn ich komme.
Die Melitta und ich haben
uns ganz allein zu einem Tisch gesetzt und uns zwei Whiskey-Cola bestellt,
die
schmecken besser wie Bier. Der Melitta war dann auch ganz schwindlig nach dem
ersten Glas.
Wir haben uns mit unserem Taschengeld in dem Lokal eine Packung
Marlboro Light gekauft und
geraucht. Dabei haben wir uns nach einem Mann für
uns umgesehen. In dem Lokal war ein
Tischfussballspiel. Dort stand ein Mann, der
lange braune Haare hatte und ein T-Shirt mit blutigen
Leichen drauf an. Auf dem
T-Shirt stand irgendwas mit ‚Corbs’ oder wie man das schreibt. Ich fand
den
Mann cool. Die Melitta hat gesagt, ich soll einfach zu ihm hingehen und ihn
ansprechen. Ich war
aber ganz aufgeregt und habe sogar gezittert. Deshalb bin
ich vorher noch einmal aufs Damenklo
gegangen und habe mir das Corpsepaint
nachgeschminkt. Beim Schminken habe ich die Freundin
von dem Mann, den ich
geschlagen habe, wieder getroffen. Sie hat mich ausgelacht und gefragt,
warum
ich mich noch außer Haus traue. Ich habe nicht verstanden, was sie gemeint hat
und bin
wieder zur Melitta gegangen. Sie hat gesagt, ich soll jetzt endlich zu
dem Mann hingehen. Der Mann mit
dem argen T-Shirt hat noch immer Tischfussball
gespielt. Ganz aufgeregt bin ich hingegangen.
Ich habe zu ihm gesagt, dass ich
ihn geil finde. Im Bravo steht nämlich, dass man das zu einem
Boy sagen soll,
von dem man was will. Ich habe ihm gesagt, dass ich Jungfrau bin und keine
mehr
sein mag. Der Mann hat mich ganz komisch angeschaut und laut zum Lachen
angefangen.
Dann ist er weggegangen. Ich bin ganz verzweifelt wieder zur Melitta
gegangen. Sie hat gesagt,
sie wird mir zeigen, wie man einen Mann richtig
‚anbaggert’. Die Melitta ist zu einem anderen
langhaarigen Satanisten
hingegangen und hat gesagt, dass er mit ihr mitkommen soll.
Er wollte aber nicht
mitgehen. Er hat zu ihr gesagt, dass sie fett ist.
Das hat die Melitta ganz
traurig gemacht und sie hat gleich wieder ein
Gedicht darüber geschrieben. Wir
haben bei allen Männern in dem Satanistenlokal
versucht, uns entjungfern zu
lassen. Aber die meisten haben uns ausgelacht.
Die anderen wollten einfach
nicht. Nur so ein alter Mann, der ganz alleine auf dem
Gehsteig vor dem Lokal
gesessen ist, hat gesagt, er würde das mit uns machen.
Wir haben uns ganz fest
gefreut und sind mit ihm mitgegangen. Aber als er dann gesagt hat,
dass wir uns
ausziehen müssen, haben wir Angst bekommen und sind weggelaufen.
Die Melitta
hat gesagt, dass das ein ‚Sandler’ war. Dabei hat der gar nicht ausgeschaut,
als hätte er Sand dabei. Aber vielleicht ist das ein Beruf oder so.
Zuhause habe ich die Geschichte dann meiner Mama erzählt. Die ist ganz blass
geworden und hat gesagt, dass ich nie wieder fortgehen darf.
Dabei ist nächste
Woche aber ein Konzert und ich war noch nie auf einem echten Satanistenkonzert!
Deswegen war ich dann ganz beleidigt und hab zur Mama gesagt, dass ich mit so
vielen Sandlern mitgehen kann, wie ich will und dann bin ich zur Melitta nach
Hause gelaufen.
Die Melitta hat aber schon geschlafen. Ihre Eltern wollten mich
gar nicht hereinlassen, weil sie sagen,
dass ich schuld daran bin, dass ihre
Tochter jetzt an den Teufel glaubt. Ich glaube,
dass mich niemand auf dieser
Welt versteht. Ganz wütend bin ich nach Hause gelaufen
und habe ein Gedicht
geschrieben. Die Melitta hat recht, ich kann das auch. Das Gedicht geht so:
In
Satans Macht
Satan wird euch holen
Weil ihr habt mir verboten.Dass
ich entjungfert werden willIch
bin ein Satanskind
Ich bin in Satans MachtSchwarz
wie die Nacht.Bis
zum nächsten Mal,
eure Vampiria Claudy666Black
Vampire
Black
Vampire of the night
You die in the light
You live in my heart
My heart is dark
Black
Vampire of the night
You are Satan’s bride
You live in me
Satan’s whore I want to be
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